Johann Freese starb am 1. September 2025. Das Fundament dafür, dass der Hochwasserschutz im Gebiet des Artlenburger Deichverbandes gut funktionierte und die Deiche bei den vier schweren Jahrhundertfluten seit 2002 gehalten hatten, war zu einem beträchtlichen Teil Johann Freese zu verdanken. Der Artlenburger stand von 1981 bis 2009 als Deichhauptmann an der Spitze des Verbandes. In seiner Amtszeit ertüchtigte der Deichverband seine technische Schlagkraft. Zu Recht, wie die folgenden Jahre zeigten. Denn eines war dem Ehrenvorsitzenden des ADV in seinem Ehrenamt als Deichschützer schnell klar geworden: Die Elbe würde nie Ruhe geben.
„Der Artlenburger Deichverband muss sich mit allen Konsequenzen darauf einstellen, dass beim Elbhochwasser das Ende der Fahnenstange noch nicht erreicht ist“, sagt Hartmut Burmester, der seit 2009 als Deichhauptmann dem Verband vorsteht. Der Landwirt aus Barförde ist überzeugt, dass die Verteidigung der Deiche die Menschen an der Elbe öfter und stärker beanspruchen wird als in der Vergangenheit. Als Verbandsvorsteher fühlt er sich verantwortlich für die Sicherheit. Deshalb muss der ADV mit seiner täglichen Arbeit dafür sorgen, dass die Deiche jederzeit ihre Kernaufgabe erfüllen können, die Menschen an der Elbe vor Hochwasser zu schützen.
Norbert Thiemann war bis Ende 2017 Geschäftsführer des Artlenburger Deichverbandes. In dieser Funktion hatte er viele kritische Situationen erlebt. „Glücklicherweise haben unsere Deiche immer gehalten", sagte er. Er war die Konstante im ADV. Über Jahrzehnte war er für den Deichverband tätig und gehörte mit seiner langen Erfahrung zu den gefragtesten Experten, wenn es um Deiche, Deichbau und Hochwasserschutz an der Elbe ging. Als Kind des Ruhrgebietes fand er durch Zufall den Weg von Oberhausen-Sterkrade nach Lüneburg. Über die Stationen Bundesgrenzschutz und Wasserwirtschaftsamt kam er zum Deichverband, dem er auch nach seiner Pensionierung treu blieb, weil ihm die Tätigkeit ans Herz gewachsen war.